Platt in Brandenburg

Wo man in Brannborch Plattdüütsch snackt

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Plattdüütsch Böker noch un nöcher

Für die  plattdeutschen Leseratten ist das erste Novemberwochenende in Hamburg ein fester Termin. Seit nunmehr 19 Jahren vereint die Carl-Toepfer-Stiftung dann nämlich Lesende, Autoren, Illustratoren und  Verlage bei der plattdeutschen Buchmesse.In diesem Jahr trafen sich alle wieder im Lichtwarksaal und der frisch renovierte Niederdeutsche Bibliothek der Stiftung in der Peterstraße und auch einige Brandenburger Leser waren angereist. 

40 Verlage aus allen 8 Platt-Ländern stellten ihre jüngsten und auch ihre bewährten Publikationen vor und brachten Autoren für Autogramme und Lesungen mit. Quickborn aus Hamburg, Schünemann aus Bremen, Hinstorff aus Rostock - um nur einige zu nennen - boten im Lichtwarksaal reichlich Gelegenheit, dem alljährlichen Motto zu fröhnen: Kieken, hören un kopen. Neu waren dieses Mal  die 2-Minuten-Leseproben im Lichtwarksaal. Wer es ausführlicher wollte, war in der Niederdeutschen Bibliothek im Eckhaus zum Musikerviertel bestens aufgehoben. Hier konnten wir den Meppener Lehrer Hermann May erleben, der aus seinem Buch „Hüügen un Haefst" Gedichte und Geschichten aus dem Emsland vortrug. Wir Brandenburger mußten schon ganz schön unsere Ohren spitzen, um dem "hümmelinger Platt" folgen zu können. Nur gut, dass der Autor einige Begriffe erklärte. Die Carl-Töpfer-Stiftung in Hamburg und das Institut für Niederdeutsche Sprache in Bremen wählten die Anthologie mit plattdeutschen Gedichten und Geschichten zum „Plattdeutschen Buch des Jahres 2016". 

 

 So schön die historischen Gebäude der Carl-Toepfer-Stiftung auch sind, zuweilen war es recht eng. Da bot das Ohnsorg-Theater mehr Platz, in dem die plattdeutsche Buchmesse in den letzten Jahren zu Gast war. Für uns war es aber eine gute Gelegenheit, den Messebesuch mit einem Theaterabend zu verbinden. Mit "Honnig in Kopp" - haben wir ein ganz frisches plattdeutsches Stück erleben können. Das nach dem erfolgreichen Till Schweiger-Film "Honig im Kopf" adaptierte Bühnenstück thematisiert die Altersdemenz und wie wir damit umgehen. Ein hervorragend gespieltes und inszeniertes Stück, das sich mit den besten hochdeutschen Versionen messen kann.

 

VERANSTALTUNGEN

Mo., 18. Dez., 12:00 Uhr
Platt in Schwedt