Platt in Brandenburg

Wo man in Brannborch Plattdüütsch snackt

Melden Sie sich für unseren Newsletter an:

Rundbreef November 2015

Brandenburger Stippvisite auf der Plattdeutschen Buchmesse in Hamburg

DAT SPEEL UP PLATT – unter diesem Motto stand die 18. Plattdeutsche Buchmesse im Hamburger Ohnsorg-Theater.

Damit würdigte die Buchmesse die im letzten Jahr erfolgte Aufnahme des Niederdeutschen Theaters in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO. Das Ohnsorg-Theater als eine der drei Profi-Bühnen für Niederdeutsch in der Bundesrepublik bot einmal mehr den passenden Rahmen für die Buchmesse, die seit 1998 durch die Carl-Toepfer-Stiftung veranstaltet wird( Diese vergibt seit 1955 den Fritz-Reuter-Preis, deren erste ostdeutsche und einzige brandenburgische Preisträgerin Erna Taege-Roehnisch aus Templin ist.) Zur Plattdüütsch Bökerutstellen waren auch in diesem Jahr wieder Verlage und Einzelakteure aus Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen gekommen, um ihre Plattdeutschen Publikationen vorzustellen: 500 Bücher, CDs, Karten, Spiele, darunter 80 Neuerscheinungen.

Besonderen Applaus bekamen zum festlichen Auftakt Marlou Lessing, Dr. Willi Höfig und Jasmin Apcin, deren Arbeit „Dat grote Speel“ als Plattdeutsches Buch des Jahres 2015 ausgezeichnet wurde. Den Karl-Manke Theaterpris erhielt Ulrike Stern von der Fritz-Reuter-Bühne Schwerin für das Stück “Morgen is ok noch een Daag“. Vielleicht mal einen Ausflug als Verein wert – eine gemeinsame Theaterfahrt nach Schwerin oder doch nach Hamburg zum TV-Bekannten Ohnsorg-Theater. Das lies zur plattdeutschen Buchmesse die Vorstellungen sausen und öffnete den Platt-Interessierten Tür und Tor, um auch hinter die Kulissen zu blicken. Auch das ist schon eine liebe Tradition der zweitägige Buchmesse, zu der auch Lesungen, Vorträge, Signierstunden und Musik gehören. Lütte Plattschnacker hatten Spaß mit dem Lesekraken in einem Spielezelt und die Großen amüsierten sich bei Kurz-Lesungen oder Plattdüütschen Loriotszenen. Alles in allem ein sehr anregender Ausflug, auch wenn wir nur einen der beiden Messetage nutzten. Wir konnten in Ruhe in plattdeutscher Literatur aller Genre stöbern und mit Autoren, Illustratoren und Lektoren reden. Empfehlenswert in jedem Fall – die nächste Bökerutstellen gibt´s wieder im November 2016.

Brägenjogging in Qutzöbel/Elbe

„ Ut so´n Dokter-Läben ist doch bestimmt väl tau vertellen!“ so beginnt eines der Büchlein des Mecklenburgers Jürgen Rogge. Genau das macht der heute bei Perleberg lebende Mediziner an diesem Oktobernachmittag im Gemeinschaftshaus von Quitzöbel. Bis auf den letzten Platz besetzt ist die Klönstuv, denn auch die Plattfreunde aus dem anhaltinischen Havelberg gleich in der Nachbarschaft haben sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen. (Sonst treffen sich die Quitzöbler Plattschnacker in kleiner Runde jeden 1. Donnerstag im Partykeller von Familie Blumenthal)

Seit Jahren schreibt Jürgen Rogge amüsante und auch nachdenklich stimmende niederdeutsche Geschichten und veröffentlicht sie im BS Verlag. Seine Quitzöbler Zuhörer hatten denn auch immer wieder Gelegenheit zum Schmunzeln, als Jürgen Rogge aus seinem jüngsten Buch, „De Osterspaziergang na Eierhagen“ las. ( ISBN 978-3-86785-327-9).

Die anschließende Plauderstunde nutzte ich, um unseren Verein vorzustellen und über unsere Projekte zu informieren. Wäre schön, wenn auch die Plattschnacker von der Elbe bald aktiv daran teilnehmen.

  • platt-nov-15-01.jpg
  • platt-nov-15-02.jpg
  • platt-nov-15-03.jpg
  • platt-nov-15-04.jpg

 

 

 

 

VERANSTALTUNGEN

Mo., 18. Dez., 12:00 Uhr
Platt in Schwedt