Platt in Brandenburg

Wo man in Brannborch Plattdüütsch snackt

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Kloar räden wi in Brannenborch Platt –vom 3. Plattdeutschen Kinderwettbewerb

Plattdüütsch ganz in Familie – so erleben wir unseren 3. Plattdüütsch-Kinner-Kreativ-Wettstrit auf der Landesgartenschau in Wittstock. Ein schöner Rahmen: der kleine Burghof am Museum Alte Bischhofsburg – das grüne Klassenzimmer auf der LAGA mit dicken roten Backsteinmauern drumherum.

Das kleine Bühnenpodest aus schlichtem Holz wird für unsere knapp 40 Kinder aus Prignitz, Havelland und Uckermark zu den Brettern, die an diesem Nachmittag die Welt für sie bedeuten. Davor sitzen auf schlichten Bänken oder direkt im Gras Eltern, Geschwister und extra angereiste Plattfreunde. Selbst als ein leichter Sommerregen einsetzt, wird nicht gespart mit Ermunterungen und Applaus. Den Anfang machen die Gastgeber – in dem Fall die Kinnerschool ut Saewkow.                                                                                                                                                Ein eingespieltes Team mit himmelblauen T-Shirts, in dem Kita-Steppkes, Grundschüler und Teenager ihr Plattdeutsch-Können selbstbewußt auf die Bühne bringen. Höhepunkt das Stück “De Röv“. Gleich danach Prenzlauer Gröte Teil 1 mit Grundschülern der Grabow-Schule.

„Wat steit in düsse Biller? fragen Ronja, Luisa, Ole und Tommy aus Perleberg. Schade, daß die Technik bei CD streikt, sodaß die im Dohmschen Platt gesprochenen Gedichte von Chantal Zech und Paul Schutty nicht vorgespielt werden können. Immerhin kann man sie jederzeit in der Prensdorfer Kirche nahe der Stadt Dahme hören. Die Chance für die Einzelstarter Andre und Justin Heyer aus Großderschau, die mit dem Gedicht vom „Herrn Ribbeck im Havelland“ auch noch den großen märkischen Dichter-Jubilar Theodor Fontane in den Wettbewerb einbeziehen – übertragen ins Prignitzplatt durch Gottfried Winter.(Großes Bild: die beiden Jungen in gelben T-Shirts)Ein extra Applaus dafür!

Die Putlitzer erteilen eine Platt-Lebenslektion nach einer Geschichte des Prignitzer Dichters Hermann Graebke, von dem auch die Heimathymne „Mien Prignitzland“ stammt. Nach Runde 2 mit Uckerplatt von Pestalozzi-Schülern ordnet die Jury bestehend aus Dr. Hinrich Enderlein, Dr. Elsiabeth Berner und Carla Villwock die Fakten. Toll, daß so viele Kinder begeistert Platt lernen und sich damit vor´s Publikum trauen! In ihrer Freizeit, nach der Schule. Schade, daß sich Bildungsministerin Britta Ernst das entgehen ließ. Immerhin hatte sie die Schirmherrschaft über den 3. Plattdüütschen Kinner-Kreativ-Wettstrit inne. Dem Familiennachmittag up Platt hat das nichts ausgemacht. Geklatscht wird gern und herzlich.

Foto:Lieselotte Gabel

Am Ende gibt es zwar keine 1. Preise – dafür sind die Kinder altersmäßig einfach zu verschieden- der Auftritt selbst ist aber schon etwas Besonderes. Eine Gemeinschaftsleistung, für die die Gruppen jeweils mit einem Gutschein bedacht wurden. Dank dafür auch an den Verein „Aodbeernest“ in Prenzlau und den Sewekower Heimatverein.

Jeder Teilnehmer erhält vom Landesverein zum Schluß eine Urkunde, Notizbuch und einen orangen oder grünen Rucksack mit der Aufschrift:

Kloar räden wi in Brannenborch Platt!

Ein Dankeschön gab´s auch für die Platt-Lehrer Ulla Berndt, Doris Meinke, Helga Scherfke und Heidi Schäfer, die sich mit den Kindern schon auf Runde 4 unseres plattdeutschen Kinderwettbewerbes freuen. Wer diesen mitorganisieren oder finanziell unterstützen will, melde sich beim Landesverein.

Text und 4 Fotos Astrid Flügge

VERANSTALTUNGEN

Di., 22. Okt., 18:00 Uhr
Platt an der VHS Wittstock
 
Mo., 4. Nov., 14:00 Uhr
Weisheet un Witz in´t Uckermark
 
Di., 5. Nov., 14:00 Uhr
Platt in Ploigts Gasthof
 
Di., 5. Nov., 18:00 Uhr
Platt an VHS Wittstock
 

PLATT IN UNS KIRCH

27. Okt., 10:30 Uhr
PLatt in Stüdenitz
 
10. Nov., 14:00 Uhr
Kirchenplatt in Putlitz
 
1. Dez., 15:00 Uhr
Ostfriesengottesdienst in Berlin