Hermann Boßdorf: Vorbereitung auf das 150. Geburtsjubiläum

In Vorbereitung auf das 150. Geburtsjubiläum des niederdeutschen Dichters Hermann Boßdorf im Jahre 2027 stellt der Verein für Niederdeutsch im Land Brandenburg seit September 2026 die Weichen für ein umfassendes Gedenken.

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Der niederdeutsche Dichter Hermann Boßdorf (1877 bis 1921). 

Hermann Boßdorf erblickte am 29. Oktober 1877 in Wiesenburg (Landkreis Teltow-Fläming) das Licht der Welt. Er zog mit seiner Familie 1888 nach Hamburg und lebte dort Zeit seines Lebens. Boßdorf blieb in Brandenburg ein nahezu unbekannter Dichter und Dramatiker. Am 24. September 1921 starb er hingegen als populärer und hochgeschätzter Theaterautor in Hamburg.

Angelika Schulz und Astrid Flügge von der Potsdamer Plattrunn im Verein für Niederdeutsch im Land Brandenburg arbeiten vor dem Hintergrund des 150.Geburtsjubiläums das Leben und Wirken von Hermann Boßdorf auf. Somit wird dies für die Nachwelt zugänglicher gemacht. Fördermittel des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) des Landes Brandenburg ermöglichen dieses Vorhaben. Von September bis Dezember 2026 entstehen verschiedene Informationsmaterialien über Hermann Boßdorf. Hinzu kommt ein Manuskript für eine 2027 geplante Boßdorf-Lesung und ein musikalisch-literarisches Programms in Kooperation mit dem Schauspieler Hannes Schumacher.

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Astrid Flügge (l.) und Angeika Schulz bei der Recherche in der Hamburger Unibibliothek. 

Auf den Spuren von Hermann Boßdorf in Hamburg und Hemmoor  

Angelika Schulz und Astrid Flügge begaben sich Ende September 2026 auf die Spuren von Hermann Boßdorf in Hamburg und Hemmoor bei Cuxhaven. In der Universitätsbibliothek in Hamburg befindet sich sein Nachlass. Mitarbeiterin Gitte Walter stellte im Handschriftensaal sechs Kisten mit Schriftstücken, Urkunden, Verträgen, Manuskripten und Bildern für die Recherche bereit. Das Material bildet die Grundlage für einen Flyer über das Leben des niederdeutschen Dramaturgen. Seine Stücke wurden im Ohnsorg-Theater aufgeführt. Ebenso wird ist eine Lesung aus seinen Gedichten, Erzählungen und Stücken ist in Vorbereitung.

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Gitte Walter mit dem Nachlass von Hermann Boßdorf in der Unibibliothek in Hamburg.  

Im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel, wo Hermann Boßdorf zuletzt lebte, tragen eine Straße und ein Veranstaltungssaal seinen Namen. In Poppenbüttel - im Norden Hamburgs gibt es ein Wohngebiet, in dem die Straßen nach Hermann Boßdorfs Theaterfiguren benannt sind.

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Rode Ucht: Eine Straße im Hamburger Stadtteil Poppenbüttel.

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Fährkrogweg: Eine Straße im Hamburger Stadtteil Poppenbüttel.

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Basbeck in der Gemeinde Hemmoor: Rainer Kuppke, der langjährige Vorsitzende des Heimtvereins vor der Büchersammlung Hermann Boßdorfs. 

In Hamburg war Hermann Boßdorf zunächst bei der Post, später im Telegrafenamt tätig. Im Rahmen seiner Ausbildung arbeitete er zeitweilig im Postamt Basbeck. Der Ort an der Bahnstrecke zwischen Cuxhaven und Hamburg ist heute Teil der Gemeinde Hemmoor. Hier pflegt der örtliche Heimatverein das Andenken an Hermann Boßdorf.

Text: Astrid Flügge und Christamaria Ruch

Zeichnung Hermann Boßdorf: Karl Bauer, Repro Astrid Flügge

Bilder: Astrid Flügge (4), Gitte Walter (1)

gefördert mit
land brandenburg mwfk

VERANSTALTUNGEN
Sa., 24. Okt.., 14:00 Uhr
Verschoben auf 20.11.2026: Tüffeldag in Kyritz: Allens över Tüffeln
 
Sa., 24. Okt.., 14:00 Uhr
„Bi uns to Hus – die Welt von Max Lindow“ Eröffnung der Ausstellung in Warnitz
 
Mi., 28. Okt.., 15:00 Uhr
Prenzlau: Plattdeutsche Lesung und Vorstellung “Max Lindow Digital 2026”
 
Do., 29. Okt.., 18:00 Uhr
Filmschau "Von Icke bis Platt" in Beelitz
 
PLATT IN UNS KIRCH
1. Nov.., 14:00 Uhr
Platt in der Kirche in Lunow-Luune
 
8. Nov.., 10:30 Uhr
Platt in der Kirche in Prenzlau