Landkreis Ostprignitz-Ruppin ernennt Ansprechpartnerin für Niederdeutsch
Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin ist Vorreiter im Land Brandenburg. Erstmals bekennt sich ein Landkreis zu seiner Verantwortung im niederdeutschen Sprachgebiet. Und zu den sich daraus ergebenden Aufgaben, die in der Landesverfassung und im Brandenburgischen Niederdeutsch-Gesetz verankert sind.

Kreisverwaltung Ostprignitz-Ruppin: Antje Woltersdorf ist Ansprechpartnerin für Niederdeutsch.
Die Kreisverwaltung Ostprignitz-Ruppin ernannte im April 2026 Antje Woltersdorf zur Ansprechpartnerin in der Verwaltung für die Angehörigen der niederdeutschen Sprachgruppe und die Belange der niederdeutschen Sprache. Im Juni 2026 folgte in Wittstock ein erstes Treffen mit Vertretern des Vereins für Niederdeutsch im Land Brandenburg. Mit der Ernennung einer Ansprechpartnerin für die Angehörigen der niederdeutschen Sprachgruppe
Premiere: Literarische Stadtführung „Lewenswege“ in Prenzlau
Die literarische Stadtführung „Lewenswege“ erlebte am Samstag, 30. Mai 2026, in Prenzlau ihre Premiere. Dieser erste Rundgang stand unter dem Thema „Auf den Spuren von Max Lindow.“ Plattsprecherin Doris Meinke entwickelte das neue Format und führte das Publikum durch die Stadt.

Doris Meinke (3.v.r.) führte eine Gruppe bei der Stadtführung "Lewenswege" durch Prenzlau.
Sie rückte bei dieser ersten Veranstaltung mit Max Lindow (1875 bis 1950) den bekanntesten Heimatdichter der Uckermark in den Mittelpunkt. Sein künstlerisches Schaffen umfasst unter anderem Bücher in Platt- und Hochdeutsch, Bühnenstücke, Gedichte und Illustrationen. Von 1919 bis 1944 erschienen von ihm gut 1300 Texte in der Plattdütsch Eck, der wöchentlich erschienenen Sonntagsbeilage des Uckermark Kuriers.
Bundesrat fordert besseren Schutz von Regional- und Minderheitensprachen im EU-Markenrecht
Auf Initiative mehrerer Länder hat der Bundesrat am Freitag, 12. Juni 2026, eine Entschließung zum besseren Schutz von Regional- und Minderheitensprachen im europäischen Markenrecht gefasst.

Regional- und Minderheitensprachen sollen im EU-Markenrecht geschützt werden.
Mit dieser wird die Bundesregierung aufgefordert, sich auf EU-Ebene einzusetzen, Sprachen, die durch die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen geschützt sind, im Markenrecht der Europäischen Union zu stärken. Diese Initiative ging von Brandenburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Sachsen aus. Die Länder schlagen vor, die europäische Markenrechtsverordnung dahingehend zu ergänzen, dass die Eintragung einer Marke dann nicht mehr
Digitaler Niederdeutsch-Atlas für Brandenburg
Das Projekt „Digitaler Niederdeutsch-Atlas für Brandenburg (DiNA-BB)“ ist gestartet: Seit dem 1. April 2026 werden die Anfang der 1960er Jahre erstellten Dialektaufnahmen aus Brandenburg wissenschaftlich ausgewertet.

Projektleiterin Prof. Dr. Ulrike Demske (r.) und die durchführende wissenschaftliche Projektmitarbeiterin Dr. Luise Czajkowski.
Das Vorhaben wird als zentrale Maßnahme zum Schutz und zur Förderung des Niederdeutschen vom Land Brandenburg finanziert. Erarbeitet wird es im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften an der Universität Potsdam (Brandenburgisch-Berlinisches Spracharchiv / Institut für Germanistik, Prof. Dr. Ulrike Demske) in Kooperation mit Universität Marburg (Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas, Prof. Dr. Hanna Fischer).
gefördert mit
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