Ganz Plattdeutsch-Brandenburg auf der Lesebühne in Potsdam

Ene änner Dimension erlebten die Besucher der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam bei der Lesung unseres Landesverbandes Niederdeutsch: Aus allen Plattregionen Brandenburgs waren Vertreter angereist und stellten das jeweils typische Platt in der Hochdeutsch-Capitale vor. Die treffenden Übertragungen des Prignitzers Gottfried Winter, die gereimten Geschichten des Uckermärkers Max Lindow oder die Lebensweisheiten in Telschem Platt, die der Glienicker Gerhard Glau nach Potsdam mitgebracht hatte. Ein eigenwilliger Dialekt des Niederdeutschen, den es sonst nur noch in schriftlicher Form gibt. Lebendig ist dagegen das uckermärkische Platt, in dem Doris Meinke ihre Geschichten schreibt, aus den sie  Niejes ut Prentzlow vorlashundertjaehrige slb lesung 3

Muttersprache als Pflegefaktor kaum genutzt

Dieses Fazit zogen die Teilnehmer der Tagung "Platt in der Pflege", die sich in der Woche der Demenz im Wittstocker Rathaus zusammengefunden hatten bzw Online zugeschaltet waren.Wissenschaftler und Praktiker aus Brandenburg, Mecklenburg, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Das Urteil fiel einhellig aus, belegt durch die Berichte von Praktikern und eine wissenschaftliche Studie der Uni Bochum.

So berichteten die langjährige Pflegepädagogin Hella Einemann-Gräbert und die Kieler Demenzschwester Sylvia Glismann, wie hilfreich es ist, wenn sie mit Patienten oder Bewohnern Plattdeutsch sprechen, die Muttersprache vieler Norddeutscher. Ob im Seniorenheim oder auf der Klinik-Station, in jedem Fall schöpfen Betreute gerade wenn sie unter Gedächtnisverlusten leiden, Vertrauen, wenn sie in der Sprache angesprochen werden, mit der sie aufgewachsen sind.

Platt helpt! Tagung in Wittstock

Der „Verein für Niederdeutsch im Land Brandenburg e.V.“ lädt Sie ein, an der Fachtagung „Plattdeutsch in der Pflege“ am Donnerstag, 22. September 2022 um 10.00 Uhr im Rathaus Wittstock teilzunehmen. Anmeldung erforderlich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Im Norden Brandenburgs, insbesondere in der Prignitz, in der Uckermark, Havelland, an der Oder und im Fläming leben nicht wenige, vornehmlich ältere Menschen, deren Muttersprache das Niederdeutsche – auch Plattdeutsch genannt – ist. Diese Menschen benötigen, insbesondere, wenn sie sich in Obhut von Krankenhäusern, Altenheimen, Pflegediensten oder Hospizen befinden, besondere Aufmerksamkeit. Ihre Muttersprache sollte Teil des Pflege- und Betreuungskonzeptes sein. Die „Wittstocker Erklärung“ des Bundesraates för Nedderdüütsch (Bundesrat für Niederdeutsch) von 2019 steckt einen entsprechenden Handlungsrahmen ab, den es seither umzusetzen gilt. Wir freuen uns, neueste wissenschaftliche Forschungsergebnisse in Bezug auf die Muttersprache und ihre Bedeutung bei Demenz vorstellen zu können. Hier unsere Schwerpunkte 2022: 

Großderschauer Feriensommer mit Plattdeutsch

Ferientrubel auf dem Kolonistenhof in Großderschau. 16 Kinder aus der Region zwischen 6 und 14 erleben hier eine Ferienwoche mit Plattdeutsch. Jan, Laura, Rayn, Andre, Naima, Tessa, Justin, Ian…..entdecken die alte Regionalsprache Niederdeutsch. Zeit zum Toben zwischendurch gibt es genug.

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gefördert durch
land brandenburg mwfk

VERANSTALTUNGEN

Mi., 5. Okt., 14:00 Uhr
Harvstplatt in Kyritz mit Manfred Möhr
 
Mi., 12. Okt., 14:30 Uhr
Herbstlesung mit preisgekrönter Annemarie Giegler
 
Sa., 5. Nov., 12:00 Uhr
Plattdeutsche Buchmesse in Hamburg
 
So., 6. Nov., 12:00 Uhr
Plattdeutsche Buchmesse in Hamburg
 

PLATT IN UNS KIRCH

9. Okt., 10:15 Uhr
Plattüütsch Predigt in Rheinsberg
 
16. Okt., 10:30 Uhr
Radiogottesdienst up Platt in Großderschau
 
6. Nov., 14:00 Uhr
Plattdüütsch Predigt in Putlitz
 

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