Premiere: Literarische Stadtführung „Lewenswege“ in Prenzlau
Die literarische Stadtführung „Lewenswege“ erlebte am Samstag, 30. Mai 2026, in Prenzlau ihre Premiere. Dieser erste Rundgang stand unter dem Thema „Auf den Spuren von Max Lindow.“ Plattsprecherin Doris Meinke entwickelte das neue Format

Doris Meinke (3.v.r.) führte eine Gruppe bei der Stadtführung "Lewenswege" durch Prenzlau.
und führte das Publikum durch die Stadt. Sie rückte bei dieser ersten Veranstaltung mit Max Lindow (1875 bis 1950) den bekanntesten Heimatdichter der Uckermark in den Mittelpunkt. Sein künstlerisches Schaffen umfasst unter anderem Bücher in Platt- und Hochdeutsch, Bühnenstücke, Gedichte und Illustrationen. Von 1919 bis 1944 erschienen von ihm gut 1300 Texte in der Plattdütsch Eck, der wöchentlich erschienenen Sonntagsbeilage des Uckermark Kuriers.
Bundesrat fordert besseren Schutz von Regional- und Minderheitensprachen im EU-Markenrecht
Auf Initiative mehrerer Länder hat der Bundesrat am Freitag, 12. Juni 2026, eine Entschließung zum besseren Schutz von Regional- und Minderheitensprachen im europäischen Markenrecht gefasst.

Regional- und Minderheitensprachen sollen im EU-Markenrecht geschützt werden.
Mit dieser wird die Bundesregierung aufgefordert, sich auf EU-Ebene einzusetzen, Sprachen, die durch die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen geschützt sind, im Markenrecht der Europäischen Union zu stärken. Diese Initiative ging von Brandenburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Sachsen aus. Die Länder schlagen vor, die europäische Markenrechtsverordnung dahingehend zu ergänzen, dass die Eintragung einer Marke dann nicht mehr
Digitaler Niederdeutsch-Atlas für Brandenburg
Das Projekt „Digitaler Niederdeutsch-Atlas für Brandenburg (DiNA-BB)“ ist gestartet: Seit dem 1. April 2026 werden die Anfang der 1960er Jahre erstellten Dialektaufnahmen aus Brandenburg wissenschaftlich ausgewertet.

Projektleiterin Prof. Dr. Ulrike Demske (r.) und die durchführende wissenschaftliche Projektmitarbeiterin Dr. Luise Czajkowski.
Das Vorhaben wird als zentrale Maßnahme zum Schutz und zur Förderung des Niederdeutschen vom Land Brandenburg finanziert. Erarbeitet wird es im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften an der Universität Potsdam (Brandenburgisch-Berlinisches Spracharchiv / Institut für Germanistik, Prof. Dr. Ulrike Demske) in Kooperation mit Universität Marburg (Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas, Prof. Dr. Hanna Fischer).
Rapper Tille aus Neuruppin singt auch auf Plattdeutsch
„Musik ist alles für mich.“ Wer mit dem Rapper Tille ins Gespräch kommt, wird schnell von dessen Leidenschaft angesteckt. Mit seinem eigenen Song „Pretty“ betrat Tille Ende 2025 Neuland: Erstmals sang er „Pretty“ auch auf Plattdeutsch.

Tille hat den Rap im Blut und arbeitet an seinem Durchbruch als Musiker.
Tille ist 17, lebt in Neuruppin und träumt von seinem musikalischen Durchbruch. Tille ist sein Künstlername. „Ich mache immer weiter und möchte mein Hobby irgendwann zum Beruf machen“, sagt er Anfang Mai 2026 bei einem Besuch in der Geschäftsstelle des Vereins für Niederdeutsch im Land Brandenburg. Tille blickt auf zehn eigene Titel, davon hat er vier auf Youtube veröffentlicht. Bei seinen Songs verarbeitet er seine Erfahrungen: Zweifel, Verlust und Liebe.
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